VON LEICHENFLEDDERERN UND TOTENGRÄBERN

 

 

Visuelle Assoziationen


Kürzlich war’s mal wieder soweit! Eines dieser illustren MeinungsmacherKabinette des ÖR gab sich sein „Stell dich ein“ und während die Moderatorin ihr Corona-Dauergrinsen zur Schau trug, lauschten alle ganz gespannt diesem hageren Mann, der ohne Unterlass seine düsteren Prophezeiungen und Phrasen mit einem teilnahmslosen Gesichtsausdruck im Studio verbreitete, ähnlich einer dichten Wolke ansteckender Aerosole, der sich niemand entziehen kann.


Diese Art Viren zu kommentieren, erscheint mir überflüssig, da verbale Verpestung mittlerweile im ÖR  State of the Art ist. Allerdings ist speziell dieser, immer wiederkehrende Aerosolverbreiter aus meiner Sicht besonders gefährlich, da sein monotones Wiederholungs-Repertoire eine betäubende Wirkung haben kann.


Betrachten wir also sein Äußeres! Diese dünne, kraftlose Gestalt mit ihrem schmalen Gesicht, dessen Ausdruckslosigkeit durch einen blass, fahlen Teint getragen wird,  erscheint mir wie einer dieser schwarzen Apostel aus dem Mittelalter, die in Zeiten von Pest und Cholera ihr Unwesen als Berater der Obrigkeit trieben.

Schlaff herabhängende Haare versuchen hoffnungslos eine Frisur abzugeben, während kleine, stecknadelgroße Pupillen ausdruckslos in die Runde starren und ein unangenehmes Gefühl von Kälte und Gleichgültigkeit verbreiten. se Prophezeiungen, voll Unheil und Verdammnis ... und Warnungen, ja Warnungen zischt er dabei … wie eine Schlange … scheinbar ohne Punkt und Komma, durch diese schmale, lippenlose Öffnung.


Filme wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, das “ Das Wiegenlied vom Totschlag“ oder „Der Name der Rose“ erhielten durch solch stilsichere Kleindarsteller in Form abstrus anmutenden Charaktere ihren besonders morbid visuellen Charakter.

Textlos waren sie eine hervorragende Staffage für eine grimmig düstere Umgebung. Besonders prägnante Charaktere schafften es dann vielleicht in eine kleine Nebenrolle als Gangster, Leichenfledderer oder Totengräber. Allesamt hagere Gestalten mit ausdruckslosen Gesichtern, denen man bei Nacht nicht begegnen möchte.

Damals kam niemand auf die Idee, solchen Gestalten Hauptrollen mit Text zu geben. Nimmt man aber die rein charakterliche Eigenschaften unseres hageren Mannes  und würde sie einer Visualisierung unterziehen, so könnte man sicher viele passende Film-Bösewichte heranziehen.


Hallooooooooo???

Aufwachen!!!

Wir sind nicht im Film!

Das ist grausame Realität!


Ach so, der Name … wie war er noch … ist er es überhaupt wert, genannt zu werden? Ich denke nicht!